Archive for the Gedicht Category

Jona

Posted in Gedicht on April 15, 2012 by Jonas

Es bläht der Wind die Segel auf,
Zum Sturme bläst das Horn.
Ich steh am Heck und blick herauf –
Erwarte Gottes Zorn.

Und Hin und Her wankt wie im Suff,
Ein alter Baum, der Mast;
Und fleht und beugt sich. Nasse Luft,
Wie Meer, ertränkt uns fast.

Wie Feuer zuckt der Himmelskreis
Und kreischt und schreit, wie blind!
Und selbst der Kapitän weint leis,
Da wir zerbrechlich sind.

Es bläst ein Wal vom fernen Ort
Mit seiner rauhen Stimme.
Ich seh Ringsum die Angst an Bord –
Und springe!

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Die Füchsin

Posted in Gedicht on September 24, 2011 by Jonas

Du hast was bewegt,
Ganz tief in mir drin.
Und ich wusste garnicht,
dass es überhaupt lebt.

Du hast mich berührt,
Und geweckt einen Sinn.
Wie einen Blinden zum Licht
Hast du mich zu dir geführt.

Du hast, so wie du bist –
Mich, so wie ich bin –
Dazu gebracht, dieses Gedicht
Zu schreiben, und ich hoffe
Dass du es liest.

What Friendship Might Mean to Me

Posted in Gedicht on Mai 14, 2011 by Jonas

That’s what we do in our herd:
We look out for each other.

When one is lost,
Ten will search for it!

If ever one was lost…

That’s what we do in our herd:
We tell each other.

When one doesn’t know,
Ten will carry the message!

If ever one wouldn’t know…

That’s what we do in our herd:
We invite each other.

When one is alone,
Ten will open the door!

If ever one was alone…

That’s what we do in our herd:
We take care of each other.

When one is unsheltered,
Ten will be the shield!

If ever one was unsheltered…

That’s what we do in our herd!
That’s what we do.

I have yet to see you do one of these things;
Do you have no herd?

Well, if you have one,
Rest assured – hardly is it ours.

Ein Tag im Februar

Posted in Gedicht on Februar 20, 2011 by Jonas

Der Winter stellt sich schlau
Und die kalten Flechten faerben.
So wird grünes Gras grau,
Während junge Sprosse sterben.

Mit stolpernden Schritten
Fallen Männer fast nach vorn –
Kopf gebeugt, sie schlittern;
Kragen hoch in zähem Zorn.

Dunkel wird es, Farben fliehen,
Uns sagt auch das Licht lebwohl.
Wenn sich hohe Bäume biegen,
Wird der Kopf leer, das Herz hohl.

Dunkelgrau schon weisse Wände,
Festgefrorn das Dach darauf.
Wenn das Treiben endlich endet,
Gehn die letzten Lichter auf.

Zuckerhut

Posted in Gedicht on Januar 2, 2011 by Jonas

Goldene Kegel im Flieder der Nacht
Erleuchten sanft ein Blätterdach.
Kaltweisse Sterne sinken sacht,
Ich blick heraus und halt mich wach.

Menschen singen alleine Choräle;
Nebeneinander schweigen sie Stumm!
Einsam zieh’n sie in prunkvolle Säle –
Und manch einer von ihnen kippt um.

Lange schon hat sich die Sonne gesenkt;
Lange schon liegt auch der Abend darnieder.
Lange schon schleicht meine Uhr, Schlag fuer Schlag,
Und lange schon lausch ich dem Leben der Welt.

ALGOL

Posted in Gedicht, Gefühle on Dezember 5, 2010 by Jonas

Ich denke oft an dich, hör deine Lieder an –
Zumindest die drei, die ich finde.
Dann erzähle ich allen, wie toll du singst,
Und schwärme von dir, im Geheimen.

Ich weiß wie du aussahst:
Das Lächeln in deinem Gesicht,
Deine braunen? zurückgebundenen Haare
Und wie dein Mund zu mir Spricht!

Du setzt dich weg, weil ich so langweilig bin…
Auch das habe ich nicht vergessen!
Wie wir zu vielen auf dem Holzgerüst frieren,
Und wie du mich zum Abschied umarmst.

Ich denke oft an dich, meistens wenn ich die Lieder höre,
Die du gesungen hast. Als ich dich sah:
Du warst wunderschön. Ich zu jung zu begreifen:
Ich finde dich wunderbar.

Grau

Posted in Gedicht on Juli 30, 2010 by Jonas

Wie eine Wand starrt der Regen mich an.
Zeigt mir, wie klein ich bin,
Im Angesicht der Welt.
Und doch weiss ich, das er kürzer ist,
Als ich es bin.

Ich schaue herauf, dunkel die Wolken;
Und ich sehe –
Lachend! –
Die Sonne hinter ihnen,
Wie ein Gigant hinter Bergen,
Der Hervorlugen könnte,
Wenn er nur will.

Wie Reigen
Tanzen die Zweige im Wind;
Offenbaren noch einmal ihr sommerliches Kleid,
Während Er ihre Flügel stutzt.
Er sagt: We jetzt allein ist, wird es lange bleiben.

Ich will.