Archiv für Juli, 2010

Grau

Posted in Gedicht on Juli 30, 2010 by Jonas

Wie eine Wand starrt der Regen mich an.
Zeigt mir, wie klein ich bin,
Im Angesicht der Welt.
Und doch weiss ich, das er kürzer ist,
Als ich es bin.

Ich schaue herauf, dunkel die Wolken;
Und ich sehe –
Lachend! –
Die Sonne hinter ihnen,
Wie ein Gigant hinter Bergen,
Der Hervorlugen könnte,
Wenn er nur will.

Wie Reigen
Tanzen die Zweige im Wind;
Offenbaren noch einmal ihr sommerliches Kleid,
Während Er ihre Flügel stutzt.
Er sagt: We jetzt allein ist, wird es lange bleiben.

Ich will.

Advertisements

Der Pfad

Posted in Gedicht on Juli 30, 2010 by Jonas

Was die Zukunft bringt,
Ist ein Schlüssel, ein Schloss;
das man bloß von Aussen bewundern
und selbst nur bestaunen kann.

Wer durch ein Fenster hineinlugt,
sieht nur sich selbst.
Denn für die Tür,
Die dort hinführt,
Passt dann der Schlüssel nicht mehr.

Wer das Tor nun durchschreitet,
Verirrt sich dort.
Und kehrt, auch nach tausend tagen,
Nicht mehr an den Ort
Zurück, den er sucht.

Denn: Die Welt, sie schwingt:
Wie ein Kreis, und ein Rad,
Das sich dreht, und den Einen bewegt,
Der am Rande steht, und ich weiss:
Er liebt.

Sieht er durch alle Tore?
Kennt er jeden Pfad?
Hat er die Schlüssel, oder
Ist er selbst gar das Schloss?